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Fußball: Deutsche Nationalmannschaft

Fußball Bilder: Von 1950 bis heute: Alle Trainer der DFB-Nationalelf (9 Bilder)

Sepp Herberger (r): Er war von 1950 bis 1964 Trainer der Nationalelf und somit erster Bundestrainer des nach dem Krieg wiedergegründeten DFB. 1954 wurde die Mannschaft unter ihm Weltmeister in der Schweiz. Der Triumph gegen Ungarn im Endspiel wird noch heute als "Das Wunder von Bern" bezeichnet. Herberger leitete in seiner Funktion als Bundestrainer insgesamt 97 Spiele, 57 Mal davon siegte die Mannschaft. Auf dem Foto überreicht Herberger am 22. August 1970 den Pokal für den "Fußballer des Jahres" an HSV-Stürmer und Nationalspieler Uwe Seeler (l) im Volksparkstadion Hamburg.
Helmut Schön: Er trainierte die DFB-Elf von 1964 bis 1978 und ist der bisher erfolgreichste deutsche Bundestrainer. Bei der WM 1966 in England wurde die deutsche Mannschaft Vize-Weltmeister, bei der WM in Mexico 1970 belegte sie Rang drei. 1972 wurde die DFB-Elf Europameister in Belgien und 1974 schließlich Weltmeister in Deutschland. 1976 wurde sie außerdem noch Vize-Europameister in Jugoslawien. Das Archivbild ist  vom April 1978.
Jupp Derwall (l): Er trainerte die Mannschaft von 1978 bis 1984. Seine größten Trainererfolge in dieser Zeit waren der EM-Titel 1980 in Italien und der zweite Platz bei der WM in Spanien 1982. Zwei Jahre später trat er nach dem EM-Vorrunden-Aus gegen Spanien zurück. Er ist bisher der einzige Bundestrainer, der gleich bei seinem ersten Turnier einen Titel gewinnen konnte. Auf dem Foto zeigt Derwall, von seinem damaligen Assistenten Berti Vogts (r) flankiert,  beim WM-Qualifikationsspiel am 22. November 1981 gegen Rumänien im Düsseldorfer Rheinstadion aufgeregt aufs Spielfeld.
Franz Beckenbauer: Er trainerte die Nationalmannschaft von 1984 bis 1990, wurde allerdings wegen fehlender Trainerlizenz zum Teamchef ernannt. Eigentlicher Trainer war zunächst Horst Koppel, der 1987 durch Holger Osieck abgelöst wurde. 1986 wurde die Mannschaft in Mexiko Vize-Weltmeister, 1990 gewann sie in Italien den Weltmeistertitel. Beckenbauer wurde somit als bisher einziger deutscher Fußballer sowohl als Spieler als auch als Teamchef jeweils Weltmeister und Vize-Weltmeister.
Berti Vogts: Er war von 1990 bis 1998 Bundestrainer. 1992 wurde die Mannschaft unter ihm als Trainer Vize-Europameister, 1996 erlangte sie den EM-Titel. Er ist der bislang einzige Bundestrainer, der mit seiner Mannschaft kein WM-Halbfinale erreichte und der letzte, der mit seiner Mannschaft einen Titel erringen konnte. Unter Vogts belegte die deutsche Elf im Februar 1997 zum bisher letzten Mal Platz eins der FIFA-Weltrangliste. Das Foto ist am 18. August 1997 in Belfast aufgenommen, wo sich die Mannschaft auf das zwei Tage später stattfindende WM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland vorbereitete.
Erich Ribbeck: Nachdem er schon 1984 in der engeren Wahl als Nachfolger von Jupp Derwall gewesen war, löste Ribbeck Berti Vogts ab und trainerte die Mannschaft von 1998 bis 2000. Nach dem Vorrunden-Aus bei der EM im Jahr 2000, dem schlechtesten Ergebnis einer deutschen Nationalmannschaft bei einer großen Meisterschaft seit 1984, wurde er durch Rudi Völler ersetzt. Ribbeck ist der Trainer mit der geringsten Anzahl an Spielen und der einzige Trainer, unter dem die National-Elf an keiner WM teilnahm. Das Foto zeigt Erich Ribbeck im "De Kuip-Stadion" in Rotterdam bei der EM im Jahr 2000.
Rudi Völler: Er wurde im Jahr 2000 Teamchef und behielt diesen Posten bis 2004. Eigentlicher Bundestrainer in dieser Zeit war Völlers Assistent Michael Skibbe. Völler war eigentlich nur als Übergangslösung vorgesehen und sollte von Chritoph Daum abgelöst werden. Da dieser wegen seines Drogenkonsums für den Posten jedoch nicht mehr in Frage kam, blieb Völler Teamchef. Bei der WM 2002 in Südkorea wurde die Nationalmannschaft Vize-Weltmeister. Nachdem sie bei der EM 2004 allerdings bereits in der Vorrunde ausschied, erklärte Völler am 24. Juni 2004 seinen Rücktritt.
Jürgen Klinsmann: Er wurde 2004 Trainer der DFB-Elf und blieb in diesem Amt bis 2006. Im Vorfeld der WM 2006 geriet Klinsmann wegen seiner Strategie, verstärkt jüngere Spieler mit wenig Spielpraxis einzusetzen, in die Kritik. Bei der WM brachte er die Mannschaft allerdings bis ins Halbfinale und schließlich auf den dritten Platz. Trotz des unerwarteten Erfolges verlängerte Klinsmann seinen Vertrag nicht und erklärte kurz nach Turnierende seinen Rücktritt. Das Foto entstand bereits am 29. Mai 1998, als die deutsche Nationalmannschaft auf einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main für die Austragung der WM 2006 in Deutschland warb.
Joachim Löw: Er ist seit August 2006 auf seinem Posten. Unter ihm als Trainer wurde die Nationalmannschaft bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz Vize-Meister. Löw startete als erster Bundestrainer mit fünf Siegen in Folge. Bei der WM 2010 in Südafrika landete die DFB-Elf auf dem dritten Platz. In den bisher 90 Länderspielen unter Löw gewann die deutsche Mannschaft 61 Mal, spielte 15 Mal unentschieden und verlor nur 14 Mal. Das Foto entstand am 5. Februar 2013, als Löw vor dem Spiel gegen Frankreich am Abschlusstraining der deutschen Nationalmannschaft im "Stade de France" in Paris teilnimmt.
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