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Papst Benedikt XVI.

Rom Bilder: Reaktionen zur Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI. (25 Bilder)

<b> Bundespräsident Joachim Gauck:</b> 
 «Für diesen historisch höchst seltenen Entschluss sind großer Mut und Selbstreflexion nötig ... Benedikt XVI. war als Papst der ganzen Welt verpflichtet, aber er blieb auch im Herzen immer mit seiner Heimat verbunden, das konnten wir bei seinen Besuchen in Deutschland spüren.«
<b>Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) </b>hat Papst Benedikt XVI. für seine Arbeit als Kirchenoberhaupt gedankt. Sie äußerte am Montag in Berlin „allerhöchsten Respekt“ für dessen Rücktrittsentscheidung. Die Kanzlerin fügte hinzu, Benedikt XVI. „ist und bleibt einer der bedeutendsten religiösen Denker unserer Zeit“.
 Merkel würdigte insbesondere die Bescheidenheit des deutschen Theologen, dessen Bildung, aber auch seine Fähigkeit, die „Herzen der Gläubigen“ zu erreichen. Sie hob zudem die Verdienste des Papstes um den Dialog zwischen den Religionen hervor. Er habe „Juden wie Muslimen die Hand gereicht“. Die Kanzlerin zeigte sich zudem persönlich bewegt von der Rede Papst Benedikt XVI., die dieser vor eineinhalb Jahren im Bundestag gehalten hatte. (AFP)
Baden-Württembergs Ministerpräsident <b>Winfried Kretschmann</b> (Grüne) hat Papst Benedikt XVI. Respekt für dessen Rücktrittsentscheidung gezollt. »Der Rücktritt eines Papstes bedeutet zweifelsohne eine historische Zäsur für die katholische Kirche«, teilte Kretschmann am Montag in Stuttgart mit. Er habe den Papst als herzlichen und offenen Gesprächspartner kennengelernt. »Auch wenn ich mir als Katholik an verschiedenen Stellen Reformen gewünscht hätte, so hat er theologisch wichtige Akzente gesetzt, so zum Beispiel in den Enzykliken zu Liebe und Hoffnung«, erklärte Kretschmann.
Frankreichs Präsident <b>François Hollande</b> sprach von einer »eminent respektablen Entscheidung« des Papstes. Frankreich habe dies nicht weiter zu kommentieren, dies sei Sache der Kirche, sagte das Oberhaupt des laizistischen Landes am Montag. »Dies ist eine menschliche Entscheidung und eine Willensentscheidung, die zu respektieren ist.«
<b>Der evangelische Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm,</b> hat dem Papst Respekt für seine Rücktrittsentscheidung gezollt. „Es ist für mich ein Zeichen der Souveränität, wenn ein Mensch in diesem hohen Amt angesichts schwindender Kräfte selbst zu einer solchen Entscheidung kommt“, teilte Bedford-Strohm am Montag mit. „Jenseits aller theologischen und kirchenpolitischen Differenzen habe ich seine persönliche Aufrichtigkeit und theologische Tiefe immer geschätzt“, ergänzte er.
Er wünsche Benedikt XVI. „von Herzen, dass Gott ihm noch möglichst viele erfüllte Jahre ohne die Bürde der Verantwortung schenkt“. (dpa)
Vizekanzler und Wirtschaftsminister <b>Philipp Rösler</b> betonte, Papst Benedikt XVI. zeige mit dem angekündigten Rücktritt Größe. »Ich bedauere seine Entscheidung persönlich sehr, gleichwohl sind die Gründe nachvollziehbar«, sagte der FDP-Chef, der Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist. Benedikt XVI. gehe in Würde, zu Recht verneige sich die Welt mit Respekt vor ihm. »Unser deutscher Papst hat sich unermüdlich für die katholische Kirche, die christlichen Werte und den Dialog zwischen den Religionen eingesetzt«.
Für den <b>baden-württembergischen CDU-Landeschef Thomas Strobl </b> ist die Rücktrittsankündigung des Papstes „höchst respektabel“. „Ich habe Benedikt XVI. bei seiner Rede im Bundestag und bei seinem Besuch hier in Freiburg erlebt“, sagte Strobl am Montag. „Auch als Protestant muss ich sagen, dass diese Begegnungen mich tief beeindruckt und bewegt haben.“ Bei Benedikt XVI. spüre man, wie tief und ehrlich sein Glauben sei, „und er ist natürlich ein brillanter Intellektueller“. (dpa)
<b>Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch,</b> hat den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. als „große menschliche und religiöse Geste“ bezeichnet. „Wir deutschen Bischöfe danken dem Heiligen Vater für seinen Dienst auf dem Stuhl Petri und sind erfüllt von großem Respekt und von Bewunderung für seine Entscheidung“, hieß es in einer am Montag in Bonn veröffentlichten Erklärung. Die Nachricht vom Rücktritt unseres Heiligen Vaters bewege ihn zutiefst. „Papst Benedikt gibt aller Welt ein leuchtendes Beispiel wirklichen Verantwortungsbewusstseins und lebendiger Liebe zur Kirche.“ (dpa)
<b>Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle,</b> nahm die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. mit Respekt auf. „Sie ist ihm sicher sehr schwer gefallen, denn er war mit Leib und Seele und voller Überzeugung und Demut Oberhaupt der katholischen Kirche“, sagte Brüderle in Berlin. Die Verdienste des Papstes seien unbestritten. „Er hat sich um die Ärmsten dieser Welt gekümmert und immer den Dialog auch mit Andersgläubigen gesucht.“ (dpa)
SPD-Kanzlerkandidat <b>Peer Steinbrück</b> sagte, die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. beweise »menschliches Maß«. Er habe die Bürde seines Alters gespürt und eine souveräne Entscheidung getroffen.
»Benedikt XVI. war ein profilierter Pontifex, der seine Kirche engagiert geführt hat und dabei auch kritischen Diskussionen nicht aus dem Weg ging«, sagte Steinbrück. »In wichtigen Konflikten auf der Welt war er immer als Stimme des Friedens und der Versöhnung vernehmbar.« Er wünsche ihm für die künftige Zeit ohne die Last seines Amtes weiter Kraft und Wohlbefinden, sagte der SPD-Politiker.
<b> Italiens Ministerpräsident Mario Monti </b>hat sich überrascht und geschockt von dem angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI.
gezeigt. „Ich bin sehr erschüttert über diese unerwartete Nachricht“, sagte er am Montag in Mailand. Es habe vorher keine Anzeichen oder Signale für die Entscheidung Benedikts gegeben. (dpa)
<b>Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU)<b/> hat die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. bedauert, aber zugleich dessen Mut gewürdigt. Es sei mutig, „im Eingeständnis seines Befindens die Leitungsaufgabe der Kirche an das Kardinalskollegium zurückzugeben, damit dieses einen Nachfolger wählen kann“, erklärte Spaenle am Montag in München. Er würdigte Benedikt als großen Theologen, der sich für den Frieden eingesetzt habe. „Benedikt XVI., der bis heute seiner bayerischen Heimat eng verbunden ist, hat den Dialog zwischen den Religionen gefördert und so dem Frieden gedient.“ (dpa)
<b>Der Theologe und Papst-Kritiker Hans Küng </b>hat Benedikt XVI. für seinen Rücktritt Respekt gezollt. Dieser Schritt sei „aus vielen Gründen verständlich“, sagte Küng am Montag in Tübingen . „Zu hoffen ist aber, dass Ratzinger nicht Einfluss auf die Wahl seines Nachfolgers nimmt“, betonte der 84-Jährige. Allerdings habe Benedikt XVI. in seiner Amtszeit so viele Konservative Kardinäle berufen, dass unter ihnen kaum eine Person zu finden sei, „die die Kirche aus ihrer vielschichtigen Krise herausführen könnte“. (dpa)
<b>Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano</b> hat Papst Benedikt XVI. nach dessen Rücktrittsentscheidung für seinen „großen Mut“ gelobt. Er zolle dem Papst seinen „allergrößten Respekt“, sagte er am Montag. Benedikt habe mit der Entscheidung „außerordentlichen Mut und außerordentliches Verantwortungsbewusstsein“ bewiesen, sagte Napolitano. (dpa)
<b>Der langjährige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU)</b> hat den scheidenden Papst Benedikt XVI. als „größten Sohn Bayerns“ in der mehr als tausendjährigen Geschichte des Landes gewürdigt. „Papst Benedikt ist nicht nur durch sein Amt, sondern durch seine Person eine moralische Instanz in der Welt“, erklärte er. „Wie kein Zweiter stellt er sich gegen Gewalt, Totalitarismus und Auswüchse des Kapitalismus in der Welt. Unvergleichlich sind seine Bescheidenheit und seine besondere Gabe, auch im 21. Jahrhundert den Menschen das Evangelium nahe zu bringen.“ Er und seine Frau waren vom Papst mehrmals in Rom empfangen worden. „Die Begegnungen mit Papst Benedikt gehören für mich zu den großen Momenten in meinem Leben“, erklärte der frühere Ministerpräsident. (dpa)
<b>Der britische Premierminister David Cameron </b>hat Papst Benedikt XVI. Tribut gezollt. „Er hat unermüdlich gearbeitet, um die Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Heiligen Stuhl zu stärken“, sagte Cameron am Montag. „An seinen Besuch in Großbritannien 2010 wird mit großem Respekt und Zuneigung erinnert werden. Er wird als spiritueller Führer von Millionen vermisst werden.“ (dpa)
<b>Georg Ratzinger</b> nannte den Rücktritt seines Bruders vom Amt des katholischen Kirchenoberhauptes einen »natürlichen Vorgang«. »Mein Bruder wünscht sich im Alter mehr Ruhe.« Georg Ratzinger sagte weiter: »Ich war eingeweiht.« Er räumte ein, seit Monaten von den Rücktrittsplänen des Papstes gewusst zu haben. (dpa)
<b>Der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Albert Schmid</b>, hat auf die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. mit großem Bedauern reagiert. »Ich bin tief traurig«, sagte Schmid am Montag. »Das erste Mal in meinem öffentlichen und kirchlichen Wirken bin ich wirklich sprachlos.« (dpa)
<b>Die Bundesregierung</b> hat bewegt und mit Respekt auf die Ankündigung von Papst Benedikt XVI. reagiert, sein Pontifikat am 28. Februar abzugeben. »Die Bundesregierung hat den allerhöchsten Respekt für den Heiligen Vater, für seine Leistung, für seine Lebensleistung für die katholische Kirche«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Papst Benedikt XVI. habe seine ganz persönliche Handschrift als Denker an der Spitze dieser Kirche und auch als Hirte eingebracht.
»Was immer die Gründe für die Erklärung sein mögen - sie sind zu ehren und zu achten und es gebührt ihm der Dank, diese Weltkirche acht Jahre so geleitet zu haben.«
 Persönlich sagte Seibert: »Als Christ und zumal als Katholik reagiert man mit Bewegung und mit Betroffenheit darauf.« (dpa)
<b>Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) </b> hat überrascht auf den Rücktrittsankündigung des Papstes aus Gesundheitsgründen reagiert. »Mein persönlicher Eindruck war, dass der Heilige Vater geistig fit war und sehr interessiert an aktuellen Themen, insbesondere zu Themen rund um Europa«, erklärte die Regierungschefin am Montag. Der Papst hatte Kramp-Karrenbauer erst am vergangenen Donnerstag zu einer Privataudienz empfangen. (dpa)
<b>Die Bayerischen Gebirgsschützen</b> haben Papst Benedikt XVI. als wichtigen Kirchenmann insbesondere für Bayern gewürdigt. »Das war überwältigend, dass ein Deutscher Papst geworden ist«, sagte Landeshauptmann Karl Steininger am Montag im oberbayerischen Kleinpienzenau. Die Ankündigung des Rücktritts sei für ihn völlig überraschend gekommen, trotzdem habe er Verständnis. »Ich wünsche ihm, dass er noch einen langen, schönen Lebensabend hat«, erklärte Steininger. (dpa)
Bayerns Ministerpräsident <b>Horst Seehofer </b>(CSU) hat mit Bedauern auf die Rücktrittsankündigung von Papst Benedikt XVI. reagiert. Die Entscheidung verdiene »größten Respekt, auch wenn ich sie persönlich zutiefst bedauere«, erklärte Seehofer am Montag in München. »Mit seiner charismatischen Ausstrahlung und seinem unermüdlichen Einsatz für das Wohl der Kirche hat der Papst aus Bayern die Menschen in aller Welt begeistert«, zeigte sich Seehofer überzeugt. Deutschland und Bayern hätten ihm »unendlich viel zu verdanken«. (AFP)
»Ich denke, er wollte keine Wiederholung der dramatischen letzten Monate des Pontifikats von Johannes Paul II.«, sagte <b>Adam Boniecki, einer der bekanntesten katholischen Intellektuellen Polens</b>, in einer auf der Webseite der katholischen Wochenzeitschrift »Tygodnik Powszechny« veröffentlichten Stellungnahme. »Man muss Benedikt dankbar sein, dass er gezeigt hat, wie sich das Problem von Amt, Alter und Schwäche in großem Glauben lösen lässt.« (dpa)
Fußball-Legende <b>Franz Beckenbauer</b> bedauert den Rücktritt von Papst Benedikt XVI. »Das ist schade für die katholische Kirche. Für mich war er der beste Papst, den ich erlebt habe. Ich schätze ihn sehr«, teilte der 67-Jährige über seinen Twitter-Account mit und veröffentlichte ein gemeinsames Bild.
Auch Skirennfahrerin <b>Maria Höfl-Riesch</b> erinnerte mit einem Foto im Internet an eine Audienz bei dem katholischen Kirchenoberhaupt. »Mit dem Rücktritt stellt der Papst seine eigene Person unter das Amt - dafür verdient er Respekt«, twitterte die Weltmeisterin in der Super-Kombination.
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