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Politik Bilder: Reaktionen nach dem Rücktritt von Annette Schavan (6 Bilder)

»Es ist tragisch, dass die politische Karriere von Annette Schavan so endet«, meinte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann. Ihr Rücktritt sei jedoch »ein Akt der politischen Konsequenz«. Das »volle Vertrauen«, das Bundeskanzlerin Angela Merkel ihrer langjährigen Vertrauten ausgesprochen hatte, habe nicht einmal vier Tage gehalten. »Für Frau Merkel hätte dieses Jahr nicht schlechter beginnen können«, fügte Oppermann hinzu.
»Annette Schavan hat das Richtige getan«, erklärte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles. Der Rückzug zeige aber auch: »Diese Bundesregierung ist am Ende. Zerstritten und schwach torkelt sie ihrem Ende entgegen.«
Die Grünen nahmen den Rücktritt laut Fraktionschef Jürgen Trittin »mit Respekt« zur Kenntnis. »Sie hätte ihr Amt als Bundesforschungsministerin nicht mehr glaubwürdig ausüben können.« Schavans Nachfolgerin Johanna Wanka sei gerade wegen ihrer Position zu Studiengebühren in Niedersachsen abgewählt worden. »Offensichtlich ist Abgewähltsein eine hinreichende Voraussetzung, um ins Kabinett Merkel berufen zu werden.«
Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl: »Es ist nachvollziehbar, dass Frau Schavan sich nun ganz auf ihre juristische Auseinandersetzung mit der Universität Düsseldorf konzentrieren möchte und deshalb respektieren wir ihre Entscheidung, ihr Amt als Bundesministerin für Bildung und Forschung niederzulegen. Frau Schavan hat sich als Bundesbildungsministerin - und auch schon davor als Kultusministerin in Baden-Württemberg - um die Bildungslandschaft, um Forschung und Wissenschaft in unserem Land im höchsten Maße verdient gemacht. Dafür sind wir als CDU-Landesverband und dafür bin ich ganz persönlich Frau Schavan außerordentlich dankbar.«
CDU-Fraktionschef Peter Hauk: »Annette Schavan hat sich als Bildungsministerin in Baden-Württemberg und im Bund große Verdienste erworben. Dafür danken wir ihr. Wir haben Respekt vor der Entscheidung von Annette Schavan. Sie übernimmt damit die Verantwortung zum Wohle der Partei.«
FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle: »Wir respektieren selbstverständlich diese Entscheidung und bedauern, dass die hervorragende und erfolgreiche Zusammenarbeit mit der FDP-Bundestagsfraktion und mir persönlich keine Fortsetzung erfährt. Sie hat als Ministerin den Forschungsstandort gestärkt und die Bildungsrepublik Deutschland unter anderem mit der von ihr geprägten Exzellenzinitiative und dem liberalen Deutschlandstipendium vorangebracht.«
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Politik
Reaktionen nach dem Rücktritt von Annette Schavan
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09.02.2013
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