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Finanzkrise in Europa

Europa Bilder: Personen und Positionen in der Euro-Krise (8 Bilder)

Die Euro-Krise dominiert den Terminkalender der Bundeskanzlerin. Dabei fallen schonmal deftige Worte. Wie sehr die Krise an den Nerven der eher robusten Angela Merkel zehrt, zeigt ihr unbedachter Ausbruch vor der FDP-Bundestagsfraktion. Sie sagte, Eurobonds als gemeinschaftliche Haftung für Schulden von EU-Ländern werde es nicht geben, «solange ich am Leben bin». Spötter wünschten ihr daraufhin ein langes Leben.
Klarstellung vor dem Parlament: Bevor Merkel zum Krisengipfel reist, spricht sie ein weiteres Mal Klartext. Instrumente wie Eurobonds, Euro-Bills und Schuldentilgungsfonds seien in Deutschland verfassungsrechtlich nicht möglich. "Ich halte sie auch ökonomisch für falsch und kontraproduktiv", sagte Merkel. Damit steht sie in Europa zunehmend alleine da.
Von wegen Traumpaar "Merkollande": Bundeskanzlerin Angela Merkel und der neue französische Präsident  
Francois Hollande sind unterschiedlicher Meinung, was die Rettung des Euro angeht. Vor den Fraktionen von CDU und FDP hatte die Kanzlerin bereits bekräftigt, dass sie eine Schuldengemeinschaft der EU-Länder ablehne.. Hollande ist für Eurobonds.
Die Diskussion um den Fiskalpakt hatte Francois Hollande seine gute Laune bald verdorben: Im Wahlkampf hatte er zwar angekündigt, das unterzeichnete und in einigen Ländern bereits ratifizierte Abkommen für mehr Haushaltsdisziplin neu verhandeln zu wollen. Davon rückte er aber nach seiner Wahl ab. Hollande scheint sich damit zufriedenzugeben, dass parallel ein 130-Milliarden-Euro-Paket für mehr Wachstum und Beschäftigung aufgelegt wird.
In Spanien regiert der Rotstift: Premierminister Mariano Rajoy hat alle Hände voll zu tun, sein Land vor der Pleite zu bewahren. Erst vor wenigen Tagen beantragte Spanien für seine angeschlagenen Banken Hilfen aus dem großen Rettungstopf. Rajoy setzt sich für ein Wachstumspaket ein, das der grassierenden  Jugendarbeitslosigkeit Einhalt gebieten soll.
Mario Monti soll Italien vor dem Euro-Rettungsschirm bewahren. Mit Spanien und Frankreich zählt das Land zu den Befürwortern eines 130 Milliarden Euro schweren Wachstumspakets. Der Großteil des Geldes stammt aus existierenden oder beschlossenen Programmen. Italien könnte von EU-Projektanleihen profitieren.
Die Viererkette für die Euro-Rettung: Bereits vergangene Woche haben sich Rajoy, Hollande, Monti und Merkel in Rom getroffen, um den Krisen-Gipfel vorzubereiten. Merkel steht mit ihrem Festhalten am strikten Sparkurs zunehmend alleine da. Drei gegen eine - das spiegelt sich auch in der Wahl der Kleidungsfarbe.
Der Gipfel-Chef: Die EU-Spitzen rund um Herman Van Rompuy haben ein Reformpapier ausgearbeitet, das den Weg zu einer vertieften Union vorzeichnet. Zudem haben die vier größten Staaten sich bereits auf ein Wachstumspaket verständigt. Der "Masterplan" von Van Rompuy sieht eine Bankenunion vor, die drei Elemente umfassen soll: Eine mächtige europäische Bankenaufsicht, die gemeinsame Sicherung der Einlagen für private Konten sowie eine von den Banken selbst finanzierte Rettungseinrichtung für wankende Geldhäuser.
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Europa
Personen und Positionen in der Euro-Krise
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27.06.2012
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