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Überlingen Bilder: Kreisverkehre in Überlingen (15 Bilder)

<strong>Unser Eckigster</strong> wird leider in seinen Rundungen immer wieder beeinträchtigt durch allzu forsche Fahrer und daher bisweilen auch Lego- oder Polygon-Kreisel genannt. Wer würde nicht auch mal gerne in den Plastik-Möchtegern-Zirkel donnern. Er ist gleichsam der Inbegriff für Flexibilität, Übersichtlichkeit und Hindernisfreiheit. Mit dem Nachteil, dass er von manchem Linearverkehr oft einfach ignoriert wird.
<strong>Unser Kleinster </strong>ist der Minikreisel am Franziskanertor, der nach erstem unerklärlichem Pflastersteinverlust schon eine dicke Narbe aufweist. Wie manches Kleine auf der Welt wird er bisweilen nicht ganz Ernst genommen. Forsche Wiestorstraßenbefahrer wollen ihr fast schon genetisch verankert scheinendes Vorfahrtsrecht nur ungern abgeben. Doch auch die Konkurrenz aus der Aufkircher Straße ist der Tradition noch verhaftet, traut dem Kreisel nicht und sorgt zaudernd für den Rückstau, den das unauffällige Bauwerk eigentlich verhindern soll.
<strong>Unser Kuriosester </strong>ist nicht größer und hat fast freie Sicht auf den Mantelhafen. Auch er muss aufgrund seiner Statur damit leben, nicht immer und nicht von allen beachtet zu werden. Bei vollem Parkhaus erleichtert er den Besuchern eine Halse vor der Fußgängerzone hinaus aus dem Zentrum. Der eine oder andere 30-Tonner soll sich dabei auch schon verkantet haben.
<strong>Unser Internationalster</strong>  trägt wie der Vorausgegangene österreichische Farben und behauptet sich bei Kogenbach am Andelshofer Weiher als veritables Dauerprovisorium. Er kann zugleich als Vorwarnung für das bestehende B31-neu-Ersatz-Nadelöhr auf dem Längenfeldweg verstanden werden. Zugleich garantiert er mit dieser Bremswirkung auch regelmäßige Rückstaus bis zum Burgberg. Eines seiner Markenzeichen ist die zentrale Erleuchtung.
<strong>Unser Jüngster</strong> wurde erst jetzt an der neuen Rengoldshauser Straße gebaut und ist der erste echte Nußdorfer Kreisel. Fast wäre er eine Unterführung geworden, doch soll er nun mit seiner ästhetischen Rundung den Diehl-Ingenieuren nach getaner Arbeit eine zügige Heimfahrt ermöglichen. Er will auch noch begrünt werden, um mit den anderen Überlinger Kreiseln mithalten zu können.
<strong>Unser Ältester</strong> liegt am Haupteinfallstor zum Zentrum (nur vier weitere Kreisel vor der City) und weist zugleich den Weg zum ostbadischen Manhattan in luftiger Höhe. Der Burgbergkreisel war als Pionier in den 1990er Jahren schon Manns genug, eine echte Ampelanlage zu ersetzen.
<strong>Unser Schönster </strong>liegt an der Wiestorstraße zwischen Friedhof, Schule und Zimmerwiese. Er präsentiert sich auch nach den Sparrunden der Stadtgärtnerei heute noch bunt bepflanzt mit Münsterblick. Zwischen den Blumen lugt mit dem markanten Kirchturm zugleich das Wahrzeichen Überlingens hindurch.
<strong>Unser Stonehenge</strong> mit partiellem Steinkreis erinnert in anthroposophischem Umfeld an unsere mystische Existenz, ist ansonsten mit einem Kieselsektor und einem Kreiselrasen durchaus pflegeleicht angelegt. Ob es Tage im Jahr gibt, an denen die Sonne exakt zwischen den beiden Steinstelen aufgeht und ihre ersten Strahlen zum Haus Rengold schickt, müsste noch überprüft werden. Es würde uns aber nicht wundern.
<strong>Unser Zentralster</strong> liegt am Hochbild- respektive Nothelfereck und darf seine mächtigen Bäume auch künftig behalten. Darunter blühen derzeit die Kugeln des Zierlauchs und unterstreichen die Wirkung der Perlenkette an der Hauptkreisverkehrsachse. Wer hier mehrere Runden drehte, konnte bis vor kurzem neueste Möbel im Schaufenster begutachten, auf der anderen Seite Überlingens einzigen postmodernen Edelstahltower.
<strong>Unser Verwirrendster </strong>liegt an der Frohsinnstraße und zählt zu den erfahrensten Kreiseln in der Stadt. Dennoch ist er sich bis heute nicht sicher, wie viele Zufahrten er hat. So bietet er bisweilen spannende Konkurrenzen um die Startvorfahrt an - zwischen Autofahrern aus der Frohsinnstraße, der Espachstraße und vom Kundenparkplatz der Geschäfte.
<strong>Unser Gebirgigster</strong> bindet das Gewerbegebiet mit der Rengoldshauser Straße an und bietet freie Sicht auf zwei Autohäuser. Er könnte bei konsequenten Geradeausfahrern aus Bambergen oder Lippertsreute tatsächlich als Katapult zum Abheben fungieren. Da er außerhalb der geschlossenen Ortschaft liegt wird er wohl auch Federn bzw. Bäume lassen müssen.
<strong>Unser Dynamischster</strong> liegt zwar nicht unmittelbar an Überlingens Halbmarathonkurs, doch motiviert Jochen Schimpfles Läufer vielleicht nach dem Slogan: Steig aus und wandere! Er zählt zugleich zu den wichtigsten Einflugschneisen für hungrige Gäste eines schottischen Clans.
<strong>Unser Touri-Stopper</strong> signalisiert zwischen Ärztehaus, Helios Spital und Kurt-Hahn-Straße  den Besuchern, die von Aufkirch kommend die Schokoladenseite Überlingens mit See erlebt haben: Stopp - überlege dir gut, ob du hier nicht den Park-and-Ride-Platz ansteuerst, dir den Stau in der Altstadt ersparst und gleich den kostenlosen Pendelbus zur City benutzt.
<strong>Unser Fast-Nußdorfer Kringel </strong>sah noch die traditionsreichen Kramer-Werke verschwinden, wo jetzt die MTU ihre Motoren testet,  und ist das geometrische Pendant zur neuen »geNuss-Ecke«. Hier brausen nicht nur Überlingens renommiertester Literat und eine gebildete Ministerin hinaus in den Teilort, auch ein Alt-OB passiert diesen Checkpoint.
<strong>Unser Allweier-Andelshofener</strong> am Einkaufzentrum bietet eine Weichenstellung nach Salem, sieht US-Cars kommen und beschert nicht nur ein Panorama der einstigen Johanniter-Exklave, sondern auch einen Blick auf ansprechende Gewerbearchitektur.
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Überlingen
Kreisverkehre in Überlingen
http://www.suedkurier.de/galerie/bildergalerien/Kreisverkehre-in-Ueberlingen;cme1055347,6772869
21.05.2012
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