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Überregional Bilder: Julian Assange: Chronik der Ereignisse (7 Bilder)

Julian Paul Assange, geboren 1971 in Townsville, Australien, ist ein ehemaliger Hacker, politischer Aktivist und seit 2006 bekanntestes Gesicht der Enthüllungsplattform "WikiLeaks". Die Plattform hat es sich zum Ziel gesetzt, vertrauliche oder brisante  Informationen von gesellschaftlicher Relevanz  über das Internet einer breiten Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen.
Dabei war es prinzipiell jedem möglich, Daten und Schriftsätze anonym auf die WikiLeaks-Server hochzuladen. Seit September 2010 ist dies jedoch nicht mehr möglich.
Im Juli und Oktober 2010 veröffentlicht "WikiLeaks" insgesamt  fast eine halbe Million Geheimdokumente über die Kriege in Afghanistan und Irak. Nachdem Wikileaks begonnen hatte, geheime amerikanische Botschaftsdepeschen zu veröffentlichen, wurde Assange zur Hassfigur in den USA. Führende amerikanische Politiker haben ihn als Terroristen bezeichnet und sogar seine Exekution gefordert.
Eine Verbindung zwischen dem angeklagten US-Soldat Bradley Manning, der "WikiLeaks" mit geheimen Datensätzen versorgt haben soll und Assange konnte nie bewiesen werden.
Im August 2010 erlässt die Stockholmer Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den in England lebenden Assange wegen Verdachts der Vergewaltigung, hebt diesen aber umgehend wieder auf. Im November ergeht aus Schweden ein EU-weiter Haftbefehl wegen "sexueller Nötigung".
Im Dezember 2010 verhaftet die britische Polizei unter großem öffentlichen Interesse Assange. Nach einer Woche wird er gegen 288.000 Euro Kaution mit einer elektronischen Fußfessel wieder entlassen. Ein langes Tauziehen um seine Auslieferung nach Schweden beginnt. Assange und seine Unterstützer sehen sich als Opfer einer Verleumdungskampagne.
Nach anderthalb Jahren gerichtlicher Auseinandersetzung um Assanges Auslieferung nach Schweden und einem Marsch durch die Instanzen hat im Mai 2012 der Oberste Gerichtshof in London Assanges Berufungsantrag erneut zurückgewiesen und damit einer Auslieferung grünes Licht gegeben. Das Gesicht von "WikiLeaks" fürchtet eine "Verschleppung" in die USA und soll sich für den Fall, das ihm oder einem "WikiLeaks"-Mitarbeiter etwas zustossen sollte, abgesichert haben. Im Netz kursiere eine verschlüsselte Datei mit brisanten Geheiminformationen, deren Schlüssel notfalls freigeben werde.
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