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Bilder: FIFA erlaubt Tortechnik (9 Bilder)

Englands John Terry versucht beim EM- Spiel gegen die Ukraine zu retten. Aber: Der Ball war klar drin. Schiedsrichter Kassai ließ das Spiel weiterlaufen und gab kein Tor. Die neue Torlinien-Technologie soll nun objektiv messen, ob der Ball im Tor ist oder nicht.
Auch im Spiel Hoffenheim gegen Bayern gab es 2009 eine Fehlentscheidung. Das Schiedsrichtergespann um Rafati ließ den Treffer des Hoffenheimer Abwehrspielers Simunic nicht anerkennen. Zahlreiche Prominente aus der Bundesliga forderten daraufhin, technische Hilfsmittel zur Spielüberwachung einzuführen.
Der Präsident des Weltverbandes, Joseph Blatter, kündigte nun als Konsequenz an, dass bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nur noch Profi-Schiedsrichter berücksichtigt werden. Damit setzt er den DFB massiv unter Druck - die international tätigen Referees aus Deutschland sind derzeit noch berufstätig.
Blatter gilt eigentlich als Gegner von technischen Hilfsmitteln, hatte nach diversen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen bei der Fußball-WM in Südafrika aber angekündigt, dass das Thema neu besprochen werde. 
Hier versucht der deutsche Torhüter Manuel Neuer einen Schuss des Engländers Frank Lampard zu halten.
Hawk - Eye oder GoalRef? Zwei Verfahren stehen im Rennen um die Zulassung als offizielles technisches Hilfsmittel im Fußball.
Hawk Eye: So sieht die Torkamera das Spiel, wie hier beim Eishockey-Spiel der Kassel Huskies: Mehrere Kameras haben die beiden Tore eines Spiels im Fokus und sollen dem Unparteiischen mittels Funk übermitteln, wann der Ball die Linie überquert.
Das GoalRef-System: Mitarbeiter des Prüfungsinstituts Empa führen im Frankenstadion in Nürnberg mittels einer Torschuss-Maschine Tests zur Torlinien-Erkennung durch. Hat der Ball die Torlinie überquert oder nicht? Das vom IIS und einer dänischen Firma entwickelte GoalRef-System beruht auf einem Magnetfeld am Tor. Die Position des Balles könne so exakt geortet werden - und per Funksignal auf die Uhr des Schiedsrichters übertragen werden.
Beim GoalRef-System ist der Ball zusätzlich mit einem Chip ausgestattet. Die Position des Balles könne so exakt geortet werden - und per Funksignal auf die Uhr des Schiedsrichters übertragen werden.
Nie wieder ein Wembley-Tor: Die neuen Technologien sollen Fehlentscheidungen wie die bei der WM 1966 verhindern.  Hier stand Deutschland im Finale gegen England im Londoner Wembley-Stadion. Der vom englischen Stürmer Geoff Hurst (nicht im Bild) geschossene Ball knallt von der Latte auf den Boden. Der deutsche Torhüter Hans Tilkowski (vorn) schaut sich im Hechten um, Abwehrspieler Wolfgang Weber (l) und der jubelnde englische Stürmer Roger Hunt schauen zu.
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