Mein
21.02.2012  |  von  |  0 Kommentare

Freizeit Freestyle - die andere Art zu Ski zu fahren

Vielleicht kommt Ihnen diese Szene bekannt vor: Sie sitzen gemütlich im Sessellift, beobachten die Piste unter Ihnen und plötzlich springt ein waghalsiger Snowboarder in die Höhe, dreht sich um die eigene Achse und landet sicher auf seinem Board. Was es mit diesem Fahrstil auf sich hat und wie Sie ihn selbst lernen können, lesen Sie hier.

 Bild: Jean-Christophe Bott



Es kommt immer mehr in Mode: das Freestyle-Snowboarden und -Skifahren. Wem das brave Skifahrverhalten auf markierten Pisten zu langweilig ist, der hat inzwischen vielerlei Möglichkeiten, die Abfahrt spannender zu gestalten. "Freestyle" - was übersetzt soviel bedeutet wie "freier Stil" - ist im Laufe der Zeit zu einer relativ weit verbreiteten Art und Weise geworden, sich auf Skiern oder dem Snowboard durch den Schnee zu bewegen. Die Wintersportler haben die Wahl zwischen Parcours, Tiefschneegebieten mit Riesenschanzen oder verschiedenen Tricks, die auch einfach während der Abfahrt eingebaut werden können.

Snowparks: Spielplätze für Skifahrer und Snowboarder

Besonders vergnüglich können sich Freestyle-Fahrer in sogenannten Snowparks austoben. Das sind abgesteckte Gebiete auf der normalen Piste, in denen wie auf einem Spielplatz verschiedene Hindernisse aufgebaut sind. Geländer, die "Rails" genannt werden, Schanzen, die als "Kicker" bezeichnet werden, und diverse Formen in Länge und Breite von "Boxen".

Diese Boxen sind Kästen, meist in rechteckiger Form, mit einer glatten Oberfläche, auf die der Skifahrer oder Snowboarder springen und darüber rutschen kann. Der Profi dreht sich währenddessen um wahlweise 90, 180 oder auch um 360 Grad, bevor er von der Box herunterspringt. Wichtig ist hier natürlich eine sichere Landung auf Skiern oder Board.

Auch ein Kicker lässt viele Variationen im Sprung zu: Man kann vorwärts springen oder rückwärts - das wird in der Fachsprache als "frontside" und "backside" bezeichnet. Der Skifahrer kann sich waagerecht oder senkrecht um die eigene Achse drehen - diese Variationen sehen Sie im angehängten Video. Richtig gute Snowboarder können sich bis zu zwei Mal um die eigene Achse drehen. Der Profi nutzt auch Parkbänke oder Geländer wie eine Box und versucht, elegant darüberzurutschen oder die Gegenstände nur leicht zu berühren und gekonnt weiterzufahren. Die Tricks eines Snowboarders können Sie im zweiten angehängten Video bestaunen.






Tricks - Tipps für den Anfang!

Na, sind Sie neugierig geworden? Haben auch Sie Lust, den einen oder anderen Trick zu lernen und bei der nächsten Abfahrt mit Freunden oder Bekannten ein bisschen anzugeben?

Einen großen Kicker befahren, das sollte der Freestyle-Anfänger lieber unterlassen. Am besten beginnt man damit, auf der Piste erst einmal trocken zu üben. Springen Sie 180 und 360 Grad, bis Sie das einwandfrei beherrschen. Schnallen Sie sich nun ihr Wintersportgerät an und springen Sie damit erneut. Wenn das klappt, können Sie während des Fahrens, wenn Sie sich sicher fühlen, einfach um 180 oder 360 Grad springen und - das ist der schwierige Teil der Aufgabe - auch nach dem Sprung weiterfahren, ohne zu stürzen.

Ein Snowboarder kann außerdem versuchen "faky" zu fahren. Das bedeutet, man fährt mit dem falschen Fuß vorne. "Regular" bezeichnet die Fahrweise mit dem linken Fuß vorne und "goofy" bezeichnet die Fahrweise mit dem rechten Fuß vorne."Faky-Fahren" bedeutet nun, genau anders herum zu fahren, als man normalerweise fährt. Wenn Sie das fehlerfrei beherrschen, können Sie nach einem Sprung in beliebiger Stellung des Snowboards landen. Dieses Können erleichtert somit die sturzfreie Landung.

Der Skifahrer hat ebenfalls die Möglichkeit rückwärts zu fahren. Das erfordert einiges an Übung und es gehört auch ein großes Fahrgefühl dazu. Probieren Sie es doch einfach auf einer ebenen Piste aus - vielleicht sind Sie ein Talent!

Wer diese grundlegenden Tricks beherrscht, kann sich bei Gelegenheit in einen Snowpark trauen und über einen kleinen Kicker springen, oder über eine breite Box rutschen.Von Geländern und Parkbänken sollte man als Anfänger lieber die Skier lassen und diese waghalsigen Orte den Experten überlassen. Wenn Sie sich sofort ausprobieren möchten und nicht bis in die Alpen fahren möchten, können Sie im Snowpark am Feldberg ein wenig üben. Mehr Informationen finden Sie hier: www.snowpark-feldberg.de. Das Wichtigste am Freestyle ist, unbedingt einen Helm zu tragen, und wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich einen Rücken- und Steißbeinprotektor zulegen. Diese Sicherheitsmaßnahmen verringern die Gefahr einer Verletzung deutlich.

Professionelle Kurse

Wenn Sie sich mit diesen Tipps nicht zufrieden geben, und an einem professionellen Kurs zum Freestyle-Skifahren oder -Snowboarden teilnehmen möchten, finden Sie mehr Informationen auf diesen Webseiten:
http://freestyleacademy.laax.com/index.php/kurse.htm
http://snowboardschule.blue-tomato.com/de/Haus/Kurse/Freestyle.html

Das große Winter-Spezial auf SÜDKURIER Online. Aktuelle Informationen zu Skigebieten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Korrektur-Hinweis Korrektur-Hinweis melden Korrektur-Hinweis
Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Schreiben Sie Ihre Meinung
Überschrift
Text


noch 1000 Zeichen


Informiert bleiben:
 Bei jedem neuen Kommentar in dieser Diskussion erhalten Sie automatisch eine Benachrichtigung
Unsere Community-Regeln

Jetzt Newsletter anfordern:
© SÜDKURIER GmbH 2014