Fastnacht in der Region Linzgau-Zollern-Alb

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Fastnacht in der Region Linzgau-Zollern-Alb

Tausende Narren in der Region Linzgau-Zollern-Alb machen jedes Jahr während der fünften Jahreszeit die Straßen unsicher. Alle Berichte und Bilder zur Fastnacht in der Region finden Sie im närrischen Online-Dossier.
Winfried Herrmann und sein Sohn Benedikt bei der Begrüßung 1979.

17.02.2017 | Meßkirch

Erfolgsgeschichte des Kolpingballs setzt sich heute fort

Eine Prunksitzung erwartet die Besucher des Kolpingballs am Samstagabend, 18. Februar, im Herz Jesu-Heim, wenn es heißt: "Meßkirch, wie es singt und lacht". "Eine bunte Mischung aus Tanz, Büttenreden, Pantomime und Musik", verspricht Thomas Schlude, der gemeinsam mit Benedikt Herrmann für das Programm verantwortlich zeichnet.
Über 4000 Hästräger nehmen am Sonntag beim großen Narrensprung in Laiz teil. Unser Bild zeigt die Ursendorfer Germanen und Stoigle Raffel, die beim Umzug ein eindrucksvolles Bild abgeben. <sup></sup>Bilder: Kurt Loescher

13.02.2017 | Sigmaringen

Laiz wird zur absoluten Narrenhochburg

Großer Narrensprung am Sonntag lockt viel Zuschauer. Über 4000 Hästräger aus 70 Gruppen und Zünften ziehen durch den Ort. Die Narrenbrüder werden am Samstag am Milleniumsbrunnen gebräutelt. Originelle Geschenke erhalten die Laizer Balkenstrecker beim Zunftmeisterempfang.
Seit Zeiten verkauft Marianne Frey das Glashütter Narrenblättle, weswegen ihr Zunftmeister Christian Szofer unter großem Jubel die Ehre übertrug, am Schmotzigen das neue Glas zu blasen.

13.02.2017 | Stetten am kalten Markt

Glashütter Glasbläser: Programm bringt Halle zum Beben

Einen Zunftball der Extraklasse haben die Glashütter Glasbläser am vergangenen Samstag in der proppenvollen Alpenblickhalle vom Stapel gelassen. Bei einem Feuerwerk der guten Laune wurden die Lachmuskeln des närrischen Publikums rund drei Stunden lang auf das Äußerste strapaziert. Alt bekannte sowie zahlreiche junge Akteure zogen alle Register des närrischen Humors und ließen die Herzen des Publikums höherschlagen.
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Als Fastnacht – auch Fasnacht und Fasnet genannt – bezeichnet man das Brauchtum, mit dem traditionell die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und gilt im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest.
 
Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit Kostümen und Masken, die in manchen Orten Schemen genannt werden. Sie sind vorwiegend aus Holz geschnitzt und oftmals wertvolle Handarbeit. Die Kostüme, die auf Mundart „Häs“ heißen, sind häufig selbst genäht oder bemalt. Sie werden teils über Generationen vererbt. Wichtige Figuren sind Hansele, Hexen und Teufelsgestalten. Außer der Gestalt, die eine Zunft repräsentiert, zählen oft noch weitere Gruppen zu einer Zunft, etwa Narreneltern, also Narrenmutter und Narrenvater, Narrenpolizei, Garde, Narrenmusik, Fanfarenzug oder Guggenmusik.
 
Während der Fastnacht treffen sich nicht nur Narren an zahlreichen Terminen. Zu den großen Veranstaltungen wie Umzügen, Narrentreffen und Bällen erscheinen nicht nur Narren, sondern auch zahlreiche Zuschauer. Zu den großen Umzügen werden jedes Jahr viele Besucher von außerhalb erwartet. Auch im Linzgau und im Zollernalbkreis ist der Narrenruf „Narri Narro!“ weit verbreitet.
 
Die Narren sind in Vereinen und Zünften zusammengeschlossen, die sich wiederum in Dachverbänden organisieren. Der älteste Verband ist die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Daneben gibt es noch weitere Narrenvereinigungen.
 
Im Linzgau sind zahlreiche Narrenzünfte aktiv. Nahezu jeder Ort kann eigene Vereine aufweisen, die die Fastnacht mitgestalten. Zu den bekanntesten Zünften zählt die Narrenzunft Katzenzunft Meßkirch und die Narrenzunft Stegstrecker Pfullendorf. Auch die Bockzunft Stetten mit ihrer Figur Stettener Böcke und der Narrenverein Wasserspucker Illmensee sind aktiv an der Fastnacht in der Region beteiligt.

Die meisten Zünfte gliedern sich in mehrere Gruppen. Allein zur Katzenzunft Meßkirch gehören unter anderem die Masken Meßkircher Katze, Fledermaus, Hirling-Hansele, Letzkopf und Nasenschleifer. Die Narrenzunft Stegstrecker Pfullendorf gliedert sich in Hexen, Nidler, Schaalweiber und Schneller. Wie viele andere Zünfte gehören auch Narrenrat, Narreneltern und Narrenpolizei dazu.
 
Im Zollernalbkreis beteiligen ebenfalls zahlreiche Zünfte an der Fastnacht. Nicht nur in den größeren Städten wie Albstadt, Balingen, Hechingen und Burladingen, sondern auch in kleineren Gemeinden wie Bisingen, Bitz und Rangendingen gibt es viele Vereine, die sich vorgenommen haben, das Brauchtum zu pflegen. In Hechingen ist die Althistorische Narrenzunft Narrhalla Hechingen aktiv, in der die Gruppen Butzen und Pest, Schalksnarren, Alte, Lump und Zunftrat vereint sind. Außerdem sind die Gugguba, Höllenhexen, Narrenzunft Narrhalla Boll, Narrenzunft Schlatt und Hagaverschrecker Stetten und die Original Lumpenmusik Hechingen aktiv. In Albstadt gibt es unter anderem die Narrenzunft Schlossbergturm 1985 und die Narrenzünfte Alt-Ebinga und Schalksburg Albstadt. In Balingen und Umgebung gibt zum Beispiel die Balinger Loable, Kübele Hannese, Jägi Rangendingen und die Hexenzünfte Feuerhexen, Eyach-Hexen, Binsenhexen.
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