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Fastnacht in der Region Linzgau-Zollern-Alb

Tausende Narren in der Region Linzgau-Zollern-Alb machen jedes Jahr während der fünften Jahreszeit die Straßen unsicher. Alle Berichte und Bilder zur Fastnacht in der Region finden Sie im närrischen Online-Dossier.
Das Stück "Wehe, wenn's ein Junge wird" mit Florian Schwellinger, Daniel Roth, Manuel Nesensohn und David Walk (von links) begeisterte die Besucher.

28.02.2017 | Pfullendorf

Traditionelles Fasnetsspiel der Narrengesellschaft Aach-Linz

Traditionell hat die Narrengesellschaft Aach-Linz am Fasnetdienstag ihr Fasnetsspiel aufgeführt. In der vollbesetzten Schlossgartenhalle sorgten sie mit den Stücken "Toni und seine drei Frauen" und "Wehe, wenn's ein Junge wird" für närrische Unterhaltung. Zwischendurch unterhielt Bajazz Simon Nesensohn die Zuschauer mit "Aach-Linzer G'schichtle", die so einigen Bürgern im Laufe des Jahres widerfahren sind.
Frau Antje aus Holland: Tolle Leckereien und Tulpen werden von den Mitgliedern dieser Gruppe veteilt. <em>Bilder: Wilfried Koch</em>

28.02.2017 | Schwenningen

Wasserschöpfer-Umzug bei Bilderbuchwetter

Einen weiteren Höhepunkt der Dorffasnet in Schwenningen war am Rosenmontag der Dorf- und Straßenumzug. Hunderte von Zuschauern waren gekommen, um die farbenprächtigen Gruppen aus Schwenningen und den umliegenden Gemeinden Hausen im Tal, Irndorf, Heidenstadt, Heinstetten und Stetten a.k.M. zu sehen.
Die Jäger suchen nach Wildsauen und finden etwas anderes. <em>Bild: Werner</em> Lissy

27.02.2017 | Meßstetten

Hau-Giebel zeigen Programm und fällen Urteile

Eine närrisch-ausgelassene Stimmung herrschte beim Zunftball des Narrenvereins Hau-Giebel Heinstetten. Der am Schmotzige zum König Tobi dem I. von Heinstetten gekrönte Vorsitzende Tobias Roth ist zusammen mit seinem Stellvertreter Wolfgang Krauß vor das grobgünstige Narrengericht von Hau-Giebel Heinstetten gestellt worden.
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Als Fastnacht – auch Fasnacht und Fasnet genannt – bezeichnet man das Brauchtum, mit dem traditionell die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und gilt im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest.
 
Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit Kostümen und Masken, die in manchen Orten Schemen genannt werden. Sie sind vorwiegend aus Holz geschnitzt und oftmals wertvolle Handarbeit. Die Kostüme, die auf Mundart „Häs“ heißen, sind häufig selbst genäht oder bemalt. Sie werden teils über Generationen vererbt. Wichtige Figuren sind Hansele, Hexen und Teufelsgestalten. Außer der Gestalt, die eine Zunft repräsentiert, zählen oft noch weitere Gruppen zu einer Zunft, etwa Narreneltern, also Narrenmutter und Narrenvater, Narrenpolizei, Garde, Narrenmusik, Fanfarenzug oder Guggenmusik.
 
Während der Fastnacht treffen sich nicht nur Narren an zahlreichen Terminen. Zu den großen Veranstaltungen wie Umzügen, Narrentreffen und Bällen erscheinen nicht nur Narren, sondern auch zahlreiche Zuschauer. Zu den großen Umzügen werden jedes Jahr viele Besucher von außerhalb erwartet. Auch im Linzgau und im Zollernalbkreis ist der Narrenruf „Narri Narro!“ weit verbreitet.
 
Die Narren sind in Vereinen und Zünften zusammengeschlossen, die sich wiederum in Dachverbänden organisieren. Der älteste Verband ist die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Daneben gibt es noch weitere Narrenvereinigungen.
 
Im Linzgau sind zahlreiche Narrenzünfte aktiv. Nahezu jeder Ort kann eigene Vereine aufweisen, die die Fastnacht mitgestalten. Zu den bekanntesten Zünften zählt die Narrenzunft Katzenzunft Meßkirch und die Narrenzunft Stegstrecker Pfullendorf. Auch die Bockzunft Stetten mit ihrer Figur Stettener Böcke und der Narrenverein Wasserspucker Illmensee sind aktiv an der Fastnacht in der Region beteiligt.

Die meisten Zünfte gliedern sich in mehrere Gruppen. Allein zur Katzenzunft Meßkirch gehören unter anderem die Masken Meßkircher Katze, Fledermaus, Hirling-Hansele, Letzkopf und Nasenschleifer. Die Narrenzunft Stegstrecker Pfullendorf gliedert sich in Hexen, Nidler, Schaalweiber und Schneller. Wie viele andere Zünfte gehören auch Narrenrat, Narreneltern und Narrenpolizei dazu.
 
Im Zollernalbkreis beteiligen ebenfalls zahlreiche Zünfte an der Fastnacht. Nicht nur in den größeren Städten wie Albstadt, Balingen, Hechingen und Burladingen, sondern auch in kleineren Gemeinden wie Bisingen, Bitz und Rangendingen gibt es viele Vereine, die sich vorgenommen haben, das Brauchtum zu pflegen. In Hechingen ist die Althistorische Narrenzunft Narrhalla Hechingen aktiv, in der die Gruppen Butzen und Pest, Schalksnarren, Alte, Lump und Zunftrat vereint sind. Außerdem sind die Gugguba, Höllenhexen, Narrenzunft Narrhalla Boll, Narrenzunft Schlatt und Hagaverschrecker Stetten und die Original Lumpenmusik Hechingen aktiv. In Albstadt gibt es unter anderem die Narrenzunft Schlossbergturm 1985 und die Narrenzünfte Alt-Ebinga und Schalksburg Albstadt. In Balingen und Umgebung gibt zum Beispiel die Balinger Loable, Kübele Hannese, Jägi Rangendingen und die Hexenzünfte Feuerhexen, Eyach-Hexen, Binsenhexen.