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17.07.2012  |  0 Kommentare

Pfullendorf Joggerin wird Opfer eines Gewaltverbrechens

Pfullendorf -  Polizei durchsucht Waldgelände mit Hundertschaft aus Biberach

Gestern Mittag rückte eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei aus Biberach an, um das Waldgebiet zu durchsuchen.  Bild: Höchner

Johannes Jetter von der Polizeidirektion Sigmaringen, Christian Zielke, Leiter des Polizeipostens Pfullendorf, Edwin Dobler, Pressesprecher der Polizei Sigmaringen und der Leitende Staatsanwalt aus Hechingen, Michael Pfuhl, bei der Einsatzbesprechung.  Bild: Rauscher

Dieser Joggingweg entlang des Waldstücks wurde Lilly B. zum Verhängnis.

Millimeter um Millimeter durchsuchen so genannte Mann-Frau-Ketten der Bereitschaftspolizei das Waldstück.

Die Polizei hat den Fundort der Leiche – eine Joggingstrecke hinter dem Pfullendorfer Stadion – weiträumig abgesperrt. Heute Mittag soll eine weitere Untersuchung des Waldgeländes folgen.  Bild: Höchner

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Lilly B. aus Pfullendorf ist am Sonntag Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Die 64-Jährige wurde nach SÜDKURIER-Informationen von ihrem Ehemann am Rande der Joggingstrecke rund einen Kilometer südlich vom Stadion gefunden. Lilly B. ging häufig auf diesem Weg laufen, oft auch begleitet von ihrem Mann, der es an diesem Morgen aber vorgezogen haben soll, eine Runde mit dem Fahrrad zu drehen. Als Lilly B. nicht nach Hause kam, machte der besorgte Ehemann sich auf die Suche. Er fand das verschlossene Auto seiner Frau vor der Gärtnerei Schorer. Als er die Joggingstrecke ablief, soll er seine Frau tot am Wegesrand gefunden haben. Die Joggingstrecke wird üblicherweise von Läufern aus den Wohngebieten Vogelsang, Sonnenrain und Kogenäcker genutzt. Lilly B. wohnte auch im Osten der Stadt.

Nachdem die Polizei am Sonntag bis zum Einbruch der Dunkelheit das Waldgebiet mit 50 Mann durchkämmt hatte, rückte gestern Mittag eine Hundertschaft der Bereitschaftspolizei Biberach an, die das Waldstück rund um den Tatort zwischen Jugendplatz und Spitz systematisch mit Metalldetektoren und Stöcken untersuchte. Für heute wurden bereits weitere Einsatzkräfte zur Fortsetzung der Durchsuchungsmaßnahmen angefordert.

Die Ermittlungen hat eine Sonderkommission aus Tübingen und Sigmaringen unter Leitung des Hechinger Staatsanwaltes Michael Pfuhl übernommen. Die Leiche der Frau wurde zur Obduktion in die Gerichtsmedizin nach Stuttgart gebracht. Die Polizei steht offensichtlich vor umfangreichen Ermittlungen. Der Leitende Staatsanwalt aus Hechingen, Michael Pfuhl, erläuterte gegenüber dem SÜDKURIER, die Behörde „wollte zunächst keine weiteren Angaben zum Tatgeschehen machen, um Zeugen unbeeinflusst vernehmen zu können“. Edwin Dobler von der Polizei in Sigmaringen betonte: „Es herrscht kein Grund zur Panik. Pfullendorf ist sicher. Wir werden alles daran setzen, die Tat rasch aufzuklären.“

Inzwischen wurde die bereits am Sonntag eingerichtete Sonderkommission „Stadion“ auf 27 Ermittler aufgestockt.

Die Sonderkommission hofft bei ihren Ermittlungen auch auf Hinweise aus der Bevölkerung. Von Interesse ist, wer Lilly B. am Sonntag im Bereich der Sportanlagen und dem sich anschließenden Waldgebiet südlich davon gesehen hat oder sonstige Hinweise geben kann. Sie trug eine lilafarbene Laufjacke, graue, knapp über die Knie reichende Jogginghosen und Laufschuhe. Die Sonderkommission hat ein Hinweistelefon eingerichtet, das unter der Nummer 0 75 71/10 44 81 erreichbar ist.

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Mehr zum Thema: Der Fall Lilly B.
Der Fall Lilly Bauer

Am Sonntag, 15. Juli, wurde die 64-jährige Lilly B. tot im Unterholz an einer beliebten Joggingstrecke nahe dem Pfullendorfer Stadion gefunden. Halten Sie sich im SÜDKURIER-Themenpaket auf dem Laufenden.

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