Mein

LebenundWissen Computer unter Dampf

Ein britischer Informatiker will einen dampfbetriebenen Computer bauen. Der ist mit heutigen Rechnern leistungsmäßig nicht vergleichbar. Sonst aber schon

„Dat issn Dampfmaschin'“: Allzweckcomputer nach Bauplänen von 1837 – ziemlich gut.
„Dat issn Dampfmaschin'“: Allzweckcomputer nach Bauplänen von 1837 – ziemlich gut. | Bild: Bild: London Science Museum

„Plan28“ nennt John Graham-Cumming sein Projekt. Benannt ist es nach einer Skizze des Mathematikers Charles Babbage. Dieser hat 1837 mit der mechanischen „Analytical Engine“ einen Allzweckcomputer entworfen, doch nie realisiert. Das mechanische Design von Babbages Maschine entsprach konzeptionell dem moderner Computer. Beispielsweise ist die „Mill“ der Analytical Engine das Äquivalent einer CPU, also der zentralen Prozessor-Einheit, die einzelne Operationen ausführt. Den ersten Plänen zufolge sollten Daten während der Programmausführung in Speicherplätzen zu je 40 Dezimalstellen abgelegt werden – das entspricht einem Arbeitsspeicher (RAM) für den Dampf-Computer von etwa 1,7 Kilobyte. Zum Vergleich: Das Apollo-Computerleitsystem, mit dem Armstrong und Aldrin auf den Mond geschickt wurden, hatte 3,8 Kilobyte RAM. Das war über 130 Jahre nach Babbages Erstentwurf. Auch die Lochkarten-Ära hatte der britische Erfinder vorweggenommen, denn eben solche dienen in seinem Konzept als externes Langzeitarchiv für Programme. (pte)

Frühling bei SÜDKURIER Inspirationen!
Korrekturhinweis
Neu aus diesem Ressort
Leben und Wissen
Garten
Leben und Wissen
Leben und Wissen
Washington
Digital
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren
    Jetzt Newsletter anfordern:
    © SÜDKURIER GmbH 2017