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Radolfzell Zeigen wo's lang geht

Viele ehrenamtliche Arbeitsstunden haben Mitglieder des Schwarzwaldvereins Radolfzell-Markelfingen bewältigt, ehe sie jetzt stolz der Öffentlichkeit das Ergebnis präsentieren konnten: Die komplette Neubeschilderung des Wanderwegnetzes in Radolfzell.

Radolfzell - Oberbürgermeister Jörg Schmidt hatte einen Großteil der an Planung und Ausführung der Aktion Beteiligten zur Pressekonferenz geladen: Lucia Bruttel von der Tourist Info, Angelika Kovacic-Laule, die erste Vorsitzende des hiesigen Schwarzwaldvereins, ihre Stellvertreterin Irmgard Kramme sowie Walter Biselli, ebenfalls im Wanderverein aktiv. Jörg Schmidt dankte für die ungeheure Fleißarbeit, die der Aufstellung der Schilder durch Mitarbeiter des Bauhofs voranging und lobte die gute Zusammenarbeit zwischen Schwarzwaldverein und Stadt, wobei letztere in erster Linie für die Koordination und die Beschaffung der Finanzen zuständig gewesen sei. Lucia Bruttel hob die positive Wirkung des nunmehr perfekt ausgeschilderten Wanderwegenetzes für den Radolfzeller Tourismus hervor.

25000 Euro hat die Ausschilderung der Radolfzeller Wanderwege gekostet. Die Hälfte davon stammt aus dem EU-Topf Interreg IIIa, die andere Hälfte aus städtischen Mitteln. 117 Kilometer Weg mit 79 Wegweiserstandorten wurden gekennzeichnet. Ziel des Schwarzwaldvereins ist es, alle wichtigen Wanderziele und Ausgangspunkte im Kreis Konstanz durch das Wanderwegenetz zu verbinden: Von jedem Ausgangspunkt soll der Wanderer jedes Ziel im Kreis und auch darüber hinaus erreichen können. Die Beschilderung erfolgt zum einen mit Wegweisern, die überall dort stehen, wo sich markierte Wanderwege treffen, zum anderen mit einem einheitlichen - rautenförmigen - Markierungszeichen zwischen den Wegweiserstandorten. Die leuchtend gelben Wegweiser bestehen aus einem Standortfeld, in dem sich neben dem Standortnamen und der Höhe über dem Meeresspiegel auch die Markierung befindet, und dem Zielfeld mit Entfernungsangaben. Zusätzlich geben Piktogramme Hinweise auf Einkehrmöglichkeiten, Bus- und Bahnanbindung, Wanderparkplätze und Aussichtspunkte.

Wieviel Vorarbeit geleistet werden musste, lasse sich kaum ermessen, sagte Irmgard Kramme. Ein Beispiel: Da alle Wegweiserstandorte einen Namen aufweisen müssen, war es mitunter notwendig, erst einen solchen zu finden. Und das ging nur in Zusammenarbeit mit den einzelnen Ortsverwaltungen. Außerdem musste für jeden Standort eine Liste erstellt werden, die den individuellen Begebenheiten Rechnung zu tragen hatte und in der die Richtung des Wegweisers festgelegt wurde. Umso ärgerlicher ist es für die Vereinsaktiven, dass schon jetzt eine Anzahl der Markierungen fehlen - offenbar von Souvenirjägern mitgenommen.

Das nächste größere Vorhaben des Schwarzwaldvereins ist das Anbringen von Wandertafeln an zentralen Orten wie Wanderparkplätzen oder wichtige Wegweiserstandorten. Parallel zur Umsetzung des neuen Wegekonzeptes wird außerdem eine Wanderkarte erstellt im Maßstab 1: 30000 und 1: 35000, die alle markierten Wanderwege des Schwarzwaldvereins enthält. Ein Großteil der Nachbarkreise ist an dem Gesamtprojekt beteiligt.

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