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„Ich kann wieder schmerzfrei laufen“

Jochen Holzmann aus Albstadt ist 71 Jahre alt. In beiden Hüften sorgen Prothesen im Gelenk dafür, dass er wieder schmerzfrei laufen kann. Beide Operationen wurden im Klinikum Friedrichshafen durchgeführt.

Im Gespräch mit Jochen Holzmann aus Albstadt, der mit seinen zwei „neuen“ Hüftgelenken glücklich ist.

Herr Holzmann, mit welchen Gelenkproblemen haben Sie sich an einen Spezialisten gewandt?
Meine erste Operation ist schon fast fünf Jahre her. 2010 bekam ich Probleme mit dem linken Hüftgelenk mit dauernd stärkeren Schmerzen. Nach der Diagnose war klar, dass nur eine Prothese hilft. Ich hatte eine ausgeprägte Hüftgelenksarthrose, bei der durch Verschleiß die Knorpeloberfläche von Hüftpfanne und -kopf nicht mehr in Ordnung sind. Diese Erkrankung ist die häufigste Form der Arthrose vor allem bei älteren Menschen, hat man mir erklärt. In diesem Jahr nun musste ich mich aus demselben Grund an der rechte Hüfte operieren lassen. Denn Ende 2014 traten auch am rechten Bein zunehmend die gleichen Schmerzen auf, bis ich kaum noch gehen konnte. Ich bin ja nun auch schon 71 Jahre alt.
 
Beide Operationen haben Sie im Klinikum Friedrichshafen machen lassen. Aus welchen Gründen haben Sie sich für das von Ihrem Wohnort Albstadt doch knappe
zwei Autostunden entfernte Krankenhaus entschieden?
Ich hatte mich schon damals mit zahlreichen Freunden und Bekannten, die eine solche, mir nun bevorstehende Operation hinter sich hatten, unterhalten. Dabei haben mich die Schilderungen über die Betreuung der Patienten im Klinikum Friedrichshafen und in der Rehaklinik Bad Saulgau, die zum Waldburg-Zeil-Verbund gehört, am meisten überzeugt. Besonders erwähnt wurde immer wieder, dass Chefarzt Prof. Dr. Winter in Friedrichshafen ein kompetenter, seinen Patienten sehr zugewandter Arzt ist. Das klang für mich sehr Vertrauen erweckend. So entschied ich mich für diese beiden Kliniken.
 
Wie gut wurden Sie über die Operation und alle damit zusammenhängenden Fragen informiert und aufgeklärt?
Ich hatte mich schon 2010 vor, während und nach der Operation durchweg gut aufgehoben und versorgt gefühlt. Da blieben keine Fragen offen. Deshalb hatte ich auch keine Ängste, als ich im Mai dieses Jahres wieder wie damals zu Prof. Dr. Winter kam. Er hat so eine angenehme, ruhige Art, dass man sich fast geborgen fühlt. Das Gespräch verlief auch Dank der Erfahrung etwa wie damals. Er war sehr aufgeschlossen und erklärte mir, dass er sich aufgrund des Befundes für die McMinn-Endoprothese entschieden habe. Das ist eine Oberflächenersatz-Prothese, bei der vom Knochen nur sehr wenig weggenommen werden muss. Wir hatten auch schon beim Erstgespräch vereinbart, dass ich anschließend wieder zur Reha nach Bad Saulgau komme. Die Operation am 12. Juni 2015 konnte ich also in aller Ruhe und ohne Angst auf mich zukommen lassen.
 
Wie lange wurden Sie stationär behandelt?
Die Operation verlief wie erwartet und war erneut erfolgreich. Gleich im Anschluss kam ich in die Rehaklinik, das war super organisiert. Allerdings war ich diesmal zwei Wochen länger auf Station, weil ich gesundheitliche Probleme hatte, die aber nicht mit der Hüft-OP zusammen hingen. Beim ersten Mal wurde ich eine Woche stationär versorgt und bin dann zur Reha gefahren. Auch die Behandlung in Bad Saulgau, für die eigentlich drei Wochen angesetzt waren, dauerte wegen besagter Probleme zwei Wochen länger. Aber ich wurde wieder bestens versorgt, weshalb mich der etwas längere Genesungsprozess nicht allzu sehr beeinträchtigt hat.
 
Was sah denn Ihr Reha-Plan vor, um Sie wieder buchstäblich auf die Füße zu bekommen?
Die Therapiepläne sehen Behandlungen vor, die die Schmerzen reduzieren, die Beweglichkeit steigern und die gelenkführende Muskulatur stabilisieren. Aber auch eine präventive Alltagsschulung, die Förderung des Gesundheitsbewusstseins und die Erhöhung der Lebensqualität werden thematisiert. Die Therapie in der Rehaklinik Saulgau umfasst unter anderem – alles aufzuzählen wäre zu viel – die gezielte Nachbehandlung mit Einzel- und Gruppenkrankengymnastik, das Training an mediko-mechanischen Geräten, Funktions- und Muskeltraining. Dazu kommen Übungen im Thermalwasser-Bewegungsbad, die manuelle Lymphdrainage oder Akupunktur durch Chefarzt Dr. Dynybil. Noch wenig bekannt ist die Myoreflex-Therapie, eine chinesische Behandlungsmethode, mit der mich Dr. Tomutia in Bad Saulgau fast über Nacht von den meisten Schmerzen befreit hat. Ich habe mich auch dort sehr gut aufgehoben gefühlt.
 
Sind Sie mit Ihren neuen Hüften zufrieden? Das kann man wohl sagen! Es ist alles perfekt gelaufen. Ich kann heute wieder schmerzfrei gehen. Die Prothesen spüre ich nicht, es fühlt sich an, als ob es meine eigenen Hüftgelenke wären. Und obwohl die letzte Operation noch gar nicht so lange her ist, gehe ich mit meiner Frau schon wieder acht, neun Kilometer wandern, wenn auch noch mit Walking-Stöcken zur Unterstützung. Man gewinnt wirklich ein Stück Lebensqualität zurück, wenn man wieder so mobil ist wie früher.

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