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Oslo (dpa) Gericht in Oslo zeigt Videoclip von Breivik

16.04.2012
Ein Gericht in Oslo hat am Vormittag einen Videoclip des Massenmörders Anders Behring Breivik gezeigt, den der Angeklagte im Internet hochgeladen hatte.
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Breivik hat in Verhören angegeben, Mitglied eines Tempelritter-Ordens zu sein. Die Ankläger gehen aber davon aus, dass dieses Netzwerk nicht existiert. Der rechtsradikale Islamhasser, dessen Prozess am Montag unter gewaltigem Medieninteresse begann, muss sich für den Tod von 77 Menschen verantworten.

Man habe lange darüber diskutiert, ob der Film vollständig gezeigt werden müsse, führte Staatsanwalt Svein Holden aus, und sei zu dem Schluss gekommen, dass dies nötig sei. «Der Film kann dem Gericht einige Hinweise auch in Bezug auf Breiviks Erklärung morgen geben», sagte Holden. Der Angeklagte wird an diesem Dienstag mit seinen Ausführungen beginnen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Norweger vor, im Juli 2011 in Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet zu haben. Anschließend brachte er auf der Insel Utøya gezielt 69 Teilnehmer eines Feriencamps für junge Sozialdemokraten um.

Breivik, der sich für «nicht schuldig» erklärte, ist wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes angeklagt. Nach der Vorführung des Videoclips legte das Gericht eine einstündige Mittagspause ein.

Norway Attacks

Am 22. Juli 2011 erschütterten die Taten des rechtsradikalen Attentäters Anders Breivik ganz Norwegen. Er verübte das Massaker auf der Insel Utøya und den Bombenanschlag in Oslo. Es starben 77 Menschen. Die Richter verhängten im August 2012 die Höchststrafe von 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.

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