Fasnacht im Kreis Konstanz

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Fasnacht im Kreis Konstanz

Tausende Narren in der Region Kreis Konstanz machen jedes Jahr während der fünften Jahreszeit die Straßen unsicher. Sie feiern und strählen sechs Tage lang ausgelassen. Alle Berichte und Bilder zur Fasnacht in der Region finden Sie im närrischen SÜDKURIER-Onlinedossier.

19.02.2015 | Singen

Fasnacht ist vorbei

Der Biber brennt lichterloh: Unter großer Beteiligung der närrischen Bevölkerung fand am Dienstag in Bietingen die Strohbiberverbrennung statt. Unter Klagen und Geheule wurde der Strohbiber der Narrenzunft Biberschwanz aus Gottmadingen-Bietingen von Monika Nadj, Elke Kaschner, Bernhard Weber und Stefan Schillinger auf der Sänfte an die Biber getragen und in den Bach gesetzt.

18.02.2015 | Engen

Kinderfasnet in Engen

Jede Menge Spaß: Der Kindernachmittag der Narrenzunft Engen, Abteilung Berggemeinde, hat dieses Jahr zum ersten Mal in der voll besetzten neuen Stadthalle Engen am FasnetMontag stattgefunden. Direkt vom Umzug ging es in die Halle.
Die Fasnacht ist auch in den Bodanrück-Teilorten vorbei: Die Narren in Dettingen haben den Moorschrat zurück ins Kabisland getrieben. Um das Ende der närrischen Zeit zu bekräftigen, verbrennen sie eine Puppe, die sie zuvor in einem kleinen Trauermarsch in Begleitung des Fanfarenzuges durch den Ort getragen haben.

18.02.2015 | Reichenau

Abschied von der Fasnacht

Die Narrenzünfte des Bodanrücks, aus Allensbach und Reichenau sowie die Polizei ziehen positive Bilanz. Am Dienstagabend fanden sechs Fasnachtsverbrennungen. Die in Allensbach folgt am Aschermittwoch.
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Als Fasnacht – auch Fasnet und Fastnacht genannt – bezeichnet man das Brauchtum, mit dem  traditionell die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und gilt im Christentum der Vorbereitung auf das Osterfest.
 
Charakteristisch ist die Vermummung der Teilnehmer mit Kostümen und Masken, die in manchen Orten Schemen genannt werden. Sie sind vorwiegend aus Holz geschnitzt und oftmals wertvolle Handarbeit. Die Kostüme, die auf Mundart „Häs“ heißen, sind häufig selbst genäht oder bemalt. Sie werden teils über Generationen vererbt. Wichtige Figuren sind Hansele, Hexen und Teufelsgestalten. Außer der Gestalt, die eine Zunft repräsentiert, zählen oft noch weitere Gruppen zu einer Zunft, etwa Narreneltern, also Narrenmutter und Narrenvater, Narrenpolizei, Garde, Narrenmusik, Fanfarenzug oder Guggenmusik.
 
Während der Fasnacht treffen sich nicht nur Narren an zahlreichen Terminen. Zu den großen Veranstaltungen wie Umzügen, Narrentreffen und Bällen erscheinen nicht nur Narren, sondern auch zahlreiche Zuschauer. Zu den bekannten Umzügen wie dem großen Fasnachtsumzug in Konstanz werden jedes Jahr von der Stadt viele Touristen erwartet. Als kulturelles Großereignis wird alljährlich die Saalfasnacht aus dem Konstanzer Konzil vom SWR live ins Fernsehen übertragen. Beliebt ist auch der Hemdglonkerumzug, an dem jeder teilnehmen kann. Mit weißen Nachthemden und Zipfelmützen bekleidet ziehen die Menschen durch die Altstadt. Typischer Narrenruf in Konstanz ist „Ho Narro!“
 
Die Narren sind in Vereinen und Zünften zusammengeschlossen, die sich wiederum in Dachverbänden organisieren. Der älteste Verband ist die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Es gibt noch einige kleinere Verbände.
 
Im Landkreis Konstanz sind zahlreiche Narrenzünfte aktiv. Nahezu jeder Ort kann eigene Zünfte aufweisen. In Konstanz selbst sind nicht nur die Blätzlebuebe-Zunft, die Narrengesellschaft Niederburg, die Jakobiner von 1970 oder die Wollmatinger Riedhexen aktiv. In Singen zählen die Poppele-Zunft, der Narrenverein Schneckenburg die Chrüzerbrötli-Zunft und der Narrenverein Rebehansele zu den aktiven Vereinen. In Radolfzell beteiligt sich unter anderem die Zunft Narrizella Ratoldi am Narrentreiben. Weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt ist das Narrengericht in Stockach, das jedes Jahr am Schmotzige Dunschdig einen prominenten Politiker anklagt. Das Hohe-Grobgünstige Narrengericht zu Stocken wurde bereits 1351 gegründet. Das Stockacher Narrengericht ist in der Region eine Institution.