«Notfalls müssten wir da mit einer Übergangslösung arbeiten», sagte Charly Fliegauf aus dem sogenannten Kompetenzteam der Nachrichtenagentur dpa.
Der Manager der Grizzly Adams Wolfsburg aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bildet zusammen mit seinem Kollegen Peter-John Lee (Berlin), dem DEB-Vizepräsidenten Erich Kühnhackl und Ex-Nationalspieler Michael Bresagk die Trainerfindungskommission des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Nach der Trennung vom bisherigen Bundestrainer Jakob Kölliker im Juli soll das Gremium dem Direktorat mit DEB-Präsident Uwe Harnos an der Spitze Kandidaten als Bundestrainer und Sportdirektor vorschlagen.
Generalsekretär Franz Reindl, der das Gremium bei der Suche ursprünglich unterstützen sollte, steht dafür nicht mehr zur Verfügung. «Für die Nationalmannschaft ist das Kompetenzteam zuständig», sagte Reindl lediglich. Der Ex-Nationalspieler war bis vor einem Jahr auch Sportdirektor, wurde nach internen Querelen aber degradiert. Seitdem ist das Amt vakant.
Laut Fliegauf hat ohnehin die Trainersuche Vorrang: «Die anderen Dinge, die in den Aufgabenbereich eines Sportdirektors fallen, sind ja erstmal geregelt.» Ziel sei es, spätestens bis zum Deutschland-Cup Anfang November einen neuen Bundestrainer gefunden zu haben. «Das hat schon lang genug gedauert, es sollte jetzt schnell gehen», mahnte Harnos. Demnach werde derzeit über «drei bis vier Kandidaten» beraten. Konkrete Gespräche sollen zeitnah folgen.
Weder Harnos noch Fliegauf wollten Namen nennen. Möglich ist eine Doppelfunktion durch einen DEL-Coach wie Ex-Bundestrainer Uwe Krupp (Köln) und Harold Kreis (Mannheim) oder die Rückkehr des früheren Auswahltrainers Hans Zach. Auch ausländische Trainer kämen infrage, wenn sie die deutsche Sprache beherrschen.
